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Zurfluh-A.Monroe
Scultholp (pdf-Datei)

 

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Haben wir zwei Körper?

Die Erfahrung von Werner Zurfluh und Robert A. Monroe, sich außerhalb des eigenen Körpers zu befinden, hat Peter Rosien  in einer Sonderausgabe von Publik-Forum zusammengefasst.

Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des Verlages

 

Die Erfahrung, sich plötzlich außerhalb des eigenen Körpers zu befinden, ist in Geschichte und Gegenwart vielfach bezeugt. In der amerikanischen Literatur wird sie »Out-of-Body-Experience« (OBE) genannt. Sie unterscheidet sich von jenen in Nahtodeserlebnissen bekundeten Außerkörpererfahrungen vor allem durch den Umstand, dass keine Todesbedrohung besteht.

Der Schweizer Studienrat für Biologie und Physik, Werner Zurfluh, hat schon in den achtziger Jahren versucht, seine eigenen Erfahrungen mit dem merkwürdigen Phänomen der Außerkörperlichkeit einem größeren Publikum zu vermitteln. Sein Buch »Quellen der Nacht« wurde damals kaum zur Kenntnis genommen. Heute ist man eher geneigt, solche unerklärlichen Dinge an sich heranzulassen. An der Rätselhaftig­keit der Sache selbst hat sich nichts geändert, wie aus dem folgenden Text von Zurfluh deutlich wird: »Jede außerkörperliche Erfahrung gab mir die Gewissheit, dass es mir möglich war, bei vollem Bewusstsein außerhalb der alltäglichen Wirklichkeit zu existieren. Damit war auch klar, dass das Ich-Bewußtsein nicht vom Zustand des physischen Körpers abhängig war, was sich direkt nur mittels eigener Erfahrungen bestätigen ließ. Indirekt wurde meine Annahme durch die Erzählungen der Mystiker, Schamanen, Astralreisenden und der mit Hilfe medizinischer Mittel Wiederbelebten bestätigt. Das Erlebnis der Außerkörper­lichkeit war also nicht nur bei mir, sondern auch bei vielen Mitmenschen ein tatsächliches Ereignis.

Mit derartigen Überlegungen meditierte ich den Untergang meines Weltbildes, mit dem ich mich bisher identifiziert hatte. Im Grunde genommen bin ich seither nie mehr ganz von dem Eindruck losgekommen, dass das >Leben< ein Existenzausschnitt sei, welcher sich in einem hierfür bereitgestellten dreidimensionalen Weltsystem abspielt.«

Auch das Buch des Amerikaners Robert Monroe, »Der Mann mit den zwei Leben«, ist lange Zeit nur in esoterischen Zirkeln bekannt gewesen. Monroe war Toningenieur und später Generaldirektor eines großen Radiosenders in New York. Er wäre das zweifellos geblieben, wenn ihm nicht eine seltsame Geschichte zugestoßen wäre:

Auch Robert Monroe begann nachts im Schlaf, »seinen Körper zu verlassen«.

Zuerst sah er sich selbst schlafend im Bett liegen, dann hatte er das Gefühl, durch die Zimmerdecke zu gehen, im Freien in der Luft zu schweben und sein Haus und die Straße zu betrachten. Alsbald schon fragte Monroe einen Psychiater, was es mit diesen merkwürdigen Erfahrungen auf sich haben könnte. Noch während der Konsultationen begann er, ein perfektes Doppelleben zu führen. Tagsüber blieb er der New Yorker Geschäftsmann, und nachts wurde er zum Erforscher des Fantastischen.

Er sammelte immer mehr Erfahrungen und entdeckte, wie er sein »Heraustreten aus dem Körper« willentlich auslösen konnte. Dazu musste er ein bestimmtes inneres Geräusch erzeugen, und zwar genau in dem Augenblick, in dem er spürte, dass der Schlaf ihn übermannte. Ein in­neres Geräusch, das seinen ganzen Körper in leise Vibra­tionen versetzte. Als Toningenieur hatte Monroe schließ­lich gute Voraussetzungen dafür.

Von einem Verlassen des Körpers zum nächsten lernte Monroe, sein außergewöhnliches Talent zu benutzen, um seine Reisen immer weiter auszudehnen. Er leitete da­raus eine seltsame innere Kartografie ab. Wenn er seinen Körper erst verlassen habe, so sagte er, habe das Bewusstsein die Möglichkeit, entweder im Inneren unserer Raum-Zeit umherzuspazieren oder diese zu verlassen und eine sagenhafte Zone zu besuchen, in der der Reisende neben anderen Wundern beispielsweise auch kleine historische Nachprüfungen vornehmen könne.

Nach zwei Jahren der Forschung kündigte Monroe seine Stellung als Generaldirektor und zog nach Virginia, wo er ein Laboratorium baute, mit dem er auch anderen Leu­ten ermöglichen wollte, ihren Körper zu verlassen. (Das sollte später bei ihm auch die Ärztin und Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross erfolgreich erproben.

Im Folgenden beschreibt Robert Monroe eines seiner ersten »Out-of-Body-Erlebnisse« und wie er sich darauf­hin an seinen Freund, den Psychiater Dr. Foster Bradshaw, wandte.                                    


Robert A.Monroe, Virginia, Notierte Erlebnisse aus über 500 Ausserkörpererfahrungen

 

Es war spät nachts, und ich befand mich kurz vor dem Einschlafen. Meine Frau neben mir war schon eingeschlafen. In meinem Kopf schien etwas aufzuwallen, und rasch verbreitete sich eine Art Vibration durch meinen ganzen Körper. Alles schien wieder das gleiche zu sein. Als ich dalag und noch überlegte, wie ich die Sache auf andere Weise analysieren könnte, fiel mir plötzlich ein, wie nett es wäre, wenn ich am nächsten Tag mit dem Segelflugzeug einen kleinen Flug unternehmen könnte (mein Steckenpferd zu je­ner Zeit). Ohne an irgendwelche Konsequenzen zu denken - ohne auch nur zu wissen, dass es welche geben könnte -, dachte ich an das Vergnügen, das der Flug mit sich bringen würde.

Nach einer Weile wurde ich mir bewusst, dass etwas ge­gen meine Schulter drückte. Halb neugierig griff ich hin, um festzustellen, was es sei. Meine Hand stieß an eine glatte Wandung. Ich strich mit der Hand auf Armeslänge über die Wand, die sich glatt und ununterbrochen fortsetzte.

Mit völlig wachen Sinnen versuchte ich bei dem matten Licht zu sehen. Es war wirklich eine Wandung, und ich lag mit der Schulter daran. Ich sagte mir sofort, ich sei eingeschlafen und aus dem Bett gefallen.

Dann schaute ich mich wieder um. Irgend etwas war falsch. Diese Wand hatte keine Fenster, keine Türen, und es standen auch keine Möbel daran. Es war keine Wand aus meinem Schlafzimmer. Und doch war sie mir irgendwie vertraut. Dann kam plötzlich das Erkennen. Es war keine Wand, es war die Zimmerdecke. Ich schwebte unter der De­cke und stieß sanft dagegen, sobald ich mich bewegte. Ich rollte in der Luft, und verblüfft, wie ich war, blickte ich ab­wärts. Dort in dem matten Licht stand unter mir das Bett. Es lagen zwei Gestalten darin. Rechts war meine Frau. Neben ihr lag jemand anders. Beide schienen zu schlafen.

Das war ein merkwürdiger Traum, fand ich. Ich war neugierig. Wer lag in meinem Traum neben meiner Frau im Bett? Ich schaute genauer hin, und der Schock war heftig. Ich war der jemand da im Bett!

Die Reaktion kam fast augenblicklich. Hier war ich, dort war mein Körper. Ich starb. Das war der Tod. Und ich war noch nicht bereit zu sterben. Irgendwie brachten mich die Vibrationen um. Verzweifelt schoss ich wie ein Taucher zu meinem Körper hinab und tauchte hinein. Dann fühlte ich das Bett und die Decke, und als ich die Augen öffnete, sah ich das Zimmer aus der Perspektive von meinem Bett aus.

Was war geschehen? War ich wirklich beinah gestor­ben? Mein Herz schlug rasch, aber nicht ungewöhnlich rasch. Ich bewegte Arme und Beine. Alles schien normal. Die Vibrationen waren vergangen. Ich stand auf und ging durchs Zimmer, schaute aus dem Fenster, rauchte eine Zigarette. Es dauerte lange, bis ich den Mut aufbrachte, ins Bett zurückzukehren, mich hinzulegen und zu versuchen zu schlafen.

In der folgenden Woche ging ich zu meinem Freund Dr. Bradshaw, dem Psychologen. Er war keineswegs mitfühlend, als ich ihm die Geschichte erzählte. Er meinte, ich solle versuchen, das Erlebnis zu wiederholen, wenn ich das könne. Ich erwiderte, ich sei nicht bereit zu sterben.

»Ach, ich glaube nicht, dass Sie das dabei tun würden«, erklärte Dr. Bradshaw gelassen. »Einige von diesen Bur­schen, die Yoga und diese orientalischen Religionen praktizieren, behaupten, sie könnten es immer tun, wenn sie es wünschten.«

Ich fragte ihn, was sie »tun« könnten.

»Na, für eine Weile den physischen Leib verlassen«, entgegnete er. »Sie behaupten, sie könnten überall hingehen. Das müssten Sie mal versuchen.«

Ich sagte, das sei lächerlich. Niemand könne ohne seinen physischen Leib herumreisen.

»Na, ganz so sicher wäre ich da nicht«, erwiderte Dr. Bradshaw ruhig. »Sie sollten mal etwas über die Hindus lesen. Haben Sie nicht Philosophie studiert?«

Ich bejahte das, aber da gab es nichts von Reisen ohne den Körper, so weit ich mich noch erinnern konnte.

»Vielleicht haben Sie nicht den richtigen Philosophieprofessor gehabt, das scheint's zu sein.« Dr. Bradshaw steckte sich eine Zigarre an, dann betrachtete er mich. »Seien Sie doch nicht so zurückhaltend. Versuchen Sie's und stellen Sie fest, was es ist!«

Natürlich hatte Dr. Bradshaw allen Grund, gelassen in dieser Angelegenheit zu sein. Es passierte mir, nicht ihm! Ich weiß dennoch nicht, was ich ohne seine pragmatische Einstellung getan hätte - und ohne seinen wundervollen Humor. Diese Schuld werde ich niemals begleichen können.


Die Vibrationen kamen und gingen noch sechs Mal, ehe ich den Mut aufbrachte, das Erlebnis zu wiederholen. Als ich es dann tat, war es beinah eine Enttäuschung. Als die Vibrationen in voller Kraft waren, dachte ich, ich wolle aufwärts schweben - und ich tat's.

Ich schwebte glatt über dem Bett aufwärts, und als ich wollte, dass es aufhörte, hörte es auf, und ich schwebte mitten in der Luft. Es war ganz und gar kein unangenehmes Gefühl, aber ich war nervös, dass ich plötzlich herunterfal­len könnte. Nach einigen Sekunden dachte ich mich abwärts, und einen Augenblick später fühlte ich mich wieder im Bett, und alle physischen Sinne arbeiteten voll und normal. Es hatte keine Unterbrechung des Bewusstseins von dem Moment an gegeben, als ich mich ins Bett legte, bis zu dem Augenblick, als ich aufstand, nachdem die Vibrationen verklungen waren. Wenn es nicht real war - nur eine Halluzination oder ein Traum -, dann war ich in Schwierigkeiten. Dann fehlte mir die Möglichkeit zu erkennen, wo das Wachen aufhörte und das Träumen begann.

In den Irrenhäusern gibt es Tausende von Leuten, die genau dieses Problem haben.

Das zweite Mal, als ich versuchte, mich absichtlich zu dissoziieren, hatte ich Erfolg. Wieder schwebte ich bis zur Decke hinauf. Doch diesmal hatte ich ein überwältigend starkes sexuelles Bedürfnis und konnte an nichts anderes denken. Peinlich berührt und ärgerlich über mich selbst, weil ich diese Flut von Emotionen nicht zu beherrschen vermochte, kehrte ich in meinen physischen Leib zurück.

Erst nach etwa fünf weiteren Erlebnissen entdeckte ich das Geheimnis einer solchen Beherrschung. Zu jener Zeit war sie eine sehr ärgerliche geistige Blockierung, die mich in dem Zimmer eingesperrt hielt, wo mein physischer Leib lag.

Da mir keine andere Terminologie zur Verfügung stand, nannte ich diese Lage den Zweiten Zustand und den ändern, den nichtphysischen Leib, den wir anscheinend besitzen, den Zweiten Körper. Bis jetzt hat sich diese Terminologie als ebenso geeignet erwiesen wie jede andere. Bis zu dem ersten überzeugenden Erlebnis, das nachgeprüft werden konnte, hielt ich diese Vorfälle für alles andere als Tagträume; ich dachte an Halluzinationen, an eine neurotische Abweichung, an Anfänge einer Schizophrenie, an Fantasien, durch Autohypnose verursacht, oder an noch schlimmere Dinge.

Jenes erste nachprüfbare Erlebnis war tatsächlich ein Schlag mit dem Schmiedehammer. Wenn ich die Daten als Tatsache nehmen wollte, dann war das ein harter Schlag für all meine Lebenserfahrung bis zu jenem Tag, für meine Ausbildung, meine Vorstellungen und Wertmaßstäbe. Doch vor allem zerstörte es meinen Glauben an die Totalität und Gewissheit der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse in unserer Kultur. Ich war überzeugt gewesen, dass unsere Wissenschaftler alle Lösungen besaßen. Oder doch die meisten.

Wenn ich umgekehrt ablehnen wollte, was mir - wenn vielleicht auch noch keinem ändern - evident war, dann musste ich auch ablehnen, was ich so hoch einschätzte:

dass die Emanzipation der Menschheit und ihr aufwärts gerichtetes Streben vor allem von der Übersetzung des Unbekannten ins Bekannte abhängen, wozu ihr der Intellekt und die wissenschaftlichen Prinzipien dienen.

Das war das Dilemma. Es könnte wirklich eine Berührung mit dem Zauberstab und das Geschenk einer Begabung gewesen sein. Ich weiß es bis heute noch nicht.


Literaturhinweis:
Der vorliegende Text ist mit Genehmigung des Verlages aus der Zeitschrift Publik-Forum Extra entnommenPeter Rosien "Haben wir zwei Körper?" Das Jenseits in uns, ISBN 3-88095-110-1

Das darin beschriebene Buch ist von Monroe, Robert A. "Der Mann mit den zwei Leben" Ansata Verlag, München 1981