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Nahtoderfahrungen

Stefan von Jankovich
Dorit Gisbert
Inge Drees
Alois Serwaty
Rita Groß-G.
Ina Rippl-R.
Sabine Mehne
Bo Katzman
Dorothea Rau-Lembke
Winfried Schenkel
Marta Brandner

 

Transzendenz-Erf.

Zurfluh-A.Monroe
Scultholp (pdf-Datei)

 

Sterbebettvisionen

 

 

 

 


 

Sabine Mehne

Heilung mitten im Leben




Der Vortrag wurde gehalten auf dem
Symposium im Benediktushof Holzkirchen. Schritte auf dem Weg zur Heilung mit dem Schwerpunktthema: Grenzsituationen und Nahtod-Erfahrungen 28. – 30. September 2008

 

Interview mit Sabine Mehne
auf thanatos.TV 2015

 

 
 

Im Sommerurlaub fing ich an, mir bei gelegentlichen Strandspaziergängen Gedanken für meinen Beitrag zu machen. Dabei formierte sich ein stetig wiederkehrender Satz in mir:

„Wenn es für mein erlittenes Leid einen Sinn gäbe, dann nur den, dass ich die mystische Erfahrung der absoluten Ganzheit erleben durfte.“

 

Wieder zu Hause blätterte ich in meinen Büchern und stieß auf einen Ausspruch von Paul Watzlawick:

„Die so genannte mystische Erfahrung ist etwas gänzlich Unbeschreibliches. Schon das Etikett Mystik wird dieser Dimension von Erfahrungen nicht gerecht. Man tritt aus dem Gegebenen und Vorhanden völlig heraus und hat ein Erlebnis der Ruhe und Erfüllung und des Stimmens, das man nur nachträglich in die Sprache einer Ideologie oder Religion übersetzen kann. In diesem Augenblick, indem man beginnt, diese Erfahrung zu beschreiben, zu klassifizieren und zu begründen, hat man sie zerstört.“

Aus: Berhard Pörksen, Abschied vom Absoluten, S.231

 

Selbstverständlich möchte ich diese und auch meine Erfahrung nicht zerstören, sondern im Gegenteil mir und Ihnen einen weiteren Baustein des Erkennens und Verstehens bauen. Das Erlebnis selbst schaffte mir die Erkenntnis, die keine Worte braucht. Aber der Prozess des eigenen Erkennens dieser Erkenntnis ist leichter, wenn man Worte findet und sich mit anderen darüber austauscht.

Trotzdem meine Bitte: Seien Sie sich immer wieder bewusst, dass es eigentlich keine Worte dafür gibt, ich also auch nur so tue, als hätte ich die richtigen. Deshalb kann ich auch nicht behaupten, im Besitz der alleingültigen Wahrheit zu sein. Ich habe nur einen Teil der absoluten Ganzheit schauen dürfen, doch das war es, was mir auch die Kraft gab, meine Krankheit und deren Behandlung heil zu überstehen.

 

Wie ein roter Faden ziehen sich durch mein Leben Nahtoderfahrungen. Es waren für mich mystische Erfahrungen, die mein Leben in Gefahr beschützten und mir halfen, mich gewandelt weiterzuentwickeln.

Als Kind erlebte ich mich beim Sturz in eine mit Wasser gefüllte Regentonne zum ersten Mal von meinem Körper getrennt.

Als junge Frau erlebte ich während hohem Fieber Ähnliches. Beide Ereignisse lagen tief in meinem Bewusstsein verschüttet. Doch dann hatte ich im Herbst 1995 ein Nahtoderlebnis von einer solchen Dichte und mit einem so hohen Wandlungspotential, dass sich die Art und Weise, wie ich auf mich und die Welt schaue, grundlegend änderte. So grundlegend, dass ich immer wieder selbst erstaunt bin.

 

Die absolute Loslösung von mir und meinem Körper führte in ihrer gnadenlosen Auseinandersetzung mit mir und der Welt zu einer Durchdringung meiner selbst, die mir – heute wieder heil im Leben stehend – eine heilige Ergriffenheit schenkt, die in beide Richtungen funktioniert: Ich kann mich dem mystischen Fühlen und Lichttanken, so nenne ich das, jederzeit öffnen und gleichzeitig im Hier und Jetzt sein, mit meinem wahrhaftigen So-sein. Das ist genial. Es war ein langer Weg, dies zu erkennen und zu begreifen und ich weiß, dass ich noch nicht am Ende angelangt bin. Es gibt selbstverständlich Tage, an denen keines von beidem so richtig funktionieren mag und mein wahrhaftiges So-Sein sich auf ein demütiges Hinnehmen misslicher Umstände beschränkt. Aber auch das hat eine gewisse Tiefe, die mich tröstet.

Dass weitere Reifungsphasen auf mich warten, ist mir klar. Momentan bin ich  zufrieden, da, wo ich erst mal angelangt bin und hoffe inständig, dass weitere Reifungsphasen nicht mehr so gnadenlos brutal wie vor dreizehn Jahren verlaufen werden.

 

Vergleichbar einem Maler, dem sich plötzlich eine Form oder Farbe offenbart, mache ich die Erfahrung, dass immer wieder Worte aus mir herausfließen. Ich nenne diese Worte „poetische Stenogramme“. Während der Vorbereitung auf dieses Symposium kam mir ein solches poetisches Stenogramm in den Sinn. Es heißt „Freiflug“:

 

 

Freiflug

 

Mein Krankenlager als Abschussrampe.

Ich fliege hinaus ins Universum,

befreit allen irdischen Leids.

 

frei  - frei- frei

grenzenlos

 

Verschmelze mit der absoluten Liebe,

dem absoluten Licht.

 

frei – frei – frei

geborgen

 

Landung in der göttlichen Urkraft allen Seins.

Hier ist meine Heimat,

aus der ich kam und in die

ich zurückkehre.

 

Es ist so leicht zu verstehen.

August 2008

 

 

Ein Rückblick in das Jahr 1995:

 

Rainer Maria Rilke hat schon 1902 formuliert, was mir im Alter von 38 Jahren widerfuhr: „Der Tod ist groß, wir sind die Seinen lachenden Munds, wenn wir uns mitten im Leben meinen, wagt er zu weinen mitten in uns.“

 

Bis dato war ich kerngesund, glücklich verheiratet und erfolgreich im Beruf als selbstständige Physiotherapeutin. Unsere drei Kinder wuchsen und gediehen und ich war mit meinem Leben vollends zufrieden und mir dieses Glückes stets bewusst. Von Nahtoderlebnissen hatte ich noch nie etwas gehört, geschweige denn die Bücher Moodys gelesen, aus heutiger Sicht eine echte Bildungslücke.

 

Im Mai 1995 erkrankte ich an einer so heftigen Grippe, wie ich es bis dahin noch nie erlebt hatte. Hohes Fieber und sehr starke Knochen- und Muskelschmerzen zwangen mich lange nieder. Bemerkenswert empfinde ich im Nachhinein meine damalige Vorahnung: Ich wusste im tiefsten Inneren, dass diese Sache kein gutes Ende nehmen würde. Aber ich traute mich nicht, darüber offen zu sprechen. Außerdem hatte ich Angst, womöglich als Hypochonder abgestempelt zu werden. Trotz peripherer Lymphknotenschwellung, Nachtschweiß, Fieber, Gewichtsverlust und Einblutungen in die Haut folgte ich dem Rat meines Hausarztes, erst einmal abzuwarten. So zog sich dieser Zustand über vier Wochen hin, bis ich dann auf eigenen Wunsch einen Facharzt aufsuchte, der mich für weitere Untersuchungen sofort in eine Klinik einwies.

Anfangs wurde noch der Verdacht einer Herzklappenentzündung diskutiert.  Wenige Tage später berieten die Ärzte darüber, einen Lymphknoten für Diagnosezwecke zu entfernen. Dabei fiel zum ersten Mal das Wort Hodgkin-Lymphom. Diesen medizinischen Begriff kannte ich vage und meine Alarmglocken schlugen an. Das klang nach Krebs.

Doch meine Ärzte hielten sich bedeckt. Verständlich, denn keiner wollte mich unnötig ängstigen. Leider bewirkte es das Gegenteil. Ich wurde hellhörig und machte mir wahnsinnig viele Gedanken. Die Gewebshistologie der entnommenen Lymphknoten ergab kein eindeutiges Ergebnis. Später erfuhr ich, dass die Fachärzte eine Krebserkrankung weder dementieren noch bestätigen konnten, sie sprachen von einem ungewöhnlichen Fall. Durch Cortisongaben erholte ich mich und ich konnte sogar den geplanten Sommerurlaub mit meiner Familie antreten. In meinen Koffer steckte ich das einzige Buch von Elisabeth Kübler-Ross, was ich zum damaligen Zeitpunkt in meinem Bücherregal hatte. Es heißt: Kinder und Tod.

Ich hatte es mir Jahre zuvor gekauft, um mich als Mutter mit diesem Thema zu befassen, sollte ich jemals in die Lage kommen, eines unserer Kinder verlieren zu müssen. Hatte ich doch nach jeder Geburt neben dem unsagbaren Glücksgefühl auch den Tod, leise und klein, seine schiere Möglichkeit, in meinen Armen gefühlt. Nicht, dass ich konkret um eines unserer Kinder gebangt hätte. Es war die tiefgreifende Erkenntnis, dass mit der Geburt auch der Tod geboren wird. So befasste ich mich mit dem Tod von Kindern und dieser gradlinigen Art, wie Kinder den Tod begreifen können. Das half mir, mich mit der Vorstellung meines eigenen Todes vertraut zu machen, obwohl es keinen medizinisch konkret greifbaren Anlass gab. Es war mir ein inneres Bedürfnis, und aus heutiger Sicht bin ich dankbar und froh darüber, dass ich es nicht verdrängt habe. Diesen Sommer 1995 erlebte ich bewusster als früher.  Meinen Kindern und meinem Mann schenkte ich innerlich ein viel größeres Maß an Liebe als sonst üblich. Ich dachte und fühlte, es könnte mein letzter Sommer sein.

 

Anfang September 1995 fühlte ich mich erneut sehr schlecht, aber ich ging dem nicht nach. Mit zusammengebissenen Zähnen schaffte ich es noch, ein zweitägiges Seminar abzuhalten. Danach wollte ich mich schonen. Doch weit gefehlt: Ich hatte Fieber und litt unter unsäglichen Bauchschmerzen, die stärker als die bei den Geburten meiner Kinder waren.

Ich kam erneut in die Klinik. Vergleiche ich die Heftigkeit der Bauchschmerzen mit den Schmerzen während der Geburten, so war es, als hätte ich in dieser Zeit jeden Tag zehn Geburten erlebt. Mit hohen Dosen an Schmerzmitteln und verschiedenen Untersuchungen versuchten die Ärzte, mir zu helfen. Sie waren ratlos.

In diesen ersten Wochen im Krankenhaus verwandelte ich mich innerlich, zog mich zurück, lebte in meinem Innenraum. Ich schrumpfte quasi auf die kleinste innere Einheit zusammen, um gegen Angriffe von außen geschützt zu sein. So erlebte ich eine hohe Konzentration und Wachheit. Ohne dies zum damaligen Zeitpunkt bewusst zu reflektieren, diente – aus heutiger Sicht – diese Wachsamkeit dazu, kleinste Veränderungen an meinem Körper exakt zu spüren. In manch brenzliger Lage hat das dazu beigetragen, Schlimmeres zu verhindern. Meine Außenwahrnehmung reduzierte ich auf das unbedingt Notwendige, es war, als hätte ich eine Schicht, eine Art durchsichtige Scheibe zwischen mich und die Außenwelt gezogen.

Besonders bemerkenswert erscheint mir die Tatsache, dass ich im Kontakt mit Ärzten und Schwestern hauptsächlich deren körpersprachliche Signale wahrnahm und weniger die tatsächlich gesprochenen Worte. Öffnete sich die Tür zu meinem Zimmer und die Ärzte kamen herein, erkannte ich blitzschnell, welche Botschaft sie für mich hatten oder ob sie mir etwas verschweigen wollten. Ich spürte sofort, wer unsicher, verlegen, müde war oder wer Angst vor dem Tod hatte.

 

Mein Zustand verschlechterte sich rapide. Fast täglich stand eine Untersuchung auf dem Plan, um der Ursache meines erbärmlichen Zustandes näherzukommen. Während einer solchen Untersuchung hatte ich dann diese tiefe Transzendenzerfahrung, von der ich Ihnen erzählen möchte.

Bevor ich Ihnen dies nun im Einzelnen schildere, möchte ich Sie noch einmal darauf hinweisen, dass es hierfür eigentlich keine präzisen Worte gibt. Das Eintauchen in diese andere Dimension lässt sich mit unserem Sprachwortschatz nicht angemessen beschreiben. Alle Versuche bleiben Annäherungen, aber ohne diese wäre eine Kommunikation völlig unmöglich.

Was ich Ihnen nun eines nach dem anderen berichte, erlebte ich alles gleichzeitig, schon alleine dieser Umstand ist unglaublich. Und noch etwas ist mir wichtig zu erwähnen: Um alles verstehen zu können, brauchte ich keine Worte oder Begriffe. Die waren während des Erlebens völlig unwichtig. Ich verstand alles ohne Worte und in einer ungeheuren Schnelligkeit. Mein Bewusstsein war dabei so klar, wie nie zuvor in meinem Leben.

 

Es geschah wie von selbst: Meine Seele, mein Wesen, meine Essenz, das, was mich ausmacht, trennte sich von meinem Körper. Über den Kopf glitt ich aus meiner Hülle und fand mich über mir schwebend wieder. Ich konnte alle Perspektiven gleichzeitig wahrnehmen: Ich konnte nach unten auf meinen Körper und zugleich auf die Ärzte blicken, ohne dabei meine Blickrichtung ändern zu müssen. Ich wusste, das ist mein Körper, der in diesem Bett liegt, aber er berührte mich nicht mehr, denn ich war von allen Schmerzen befreit.

Gleichzeitig war ich umhüllt von einem Licht, wie ich es bis dahin noch nie in meinem Leben gesehen hatte. Es war ein Sehen, das nicht über die Augen gesteuert wurde. Dieses Licht war schöner als ein Sonnenaufgang, strahlend hell und weich, und ich erlebte sogar jeden einzelnen Teil des Lichtes. Ja, ich tauchte in dieses Licht ein, es durchflutete mich und ich war eins mit diesem Licht.

Ich fühlte mich dort oben oval, als Ganzes und hatte kein Gefühl mehr für einzelne Körperteile. Nur meinen Kopf mit einem lächelnden Gesicht nahm ich wahr, besonders die Augen, sie schienen größer als sonst. Ich glaube, mein Gesicht bestand fast nur aus diesen Augen. Der Rest von mir war groß und oval, fließend weich. Ich fühlte mich hellwach und war überwältigt von der unendlichen Freiheit und Leichtigkeit. Zeit spielte keine Rolle mehr, hatte ich doch das Gefühl, in die Unendlichkeit eingetaucht zu sein. Ich hatte den Eindruck, ohne Worte die ganze Welt, mehr noch, das ganze Universum zu verstehen und es in mir bzw. mich als Teil des großen Ganzen zu fühlen.

Immer wieder sah ich auch nach unten auf mich und die Ärzte hinab. Aber es war mir gleichgültig, was dort geschah, denn das Licht hatte eine Kraft, die mich vollkommen aufgenommen hatte. Es erfüllte den ganzen Raum bis zur Decke und darüber hinaus und vermittelte mir ein riesengroßes Gefühl der Geborgenheit, ähnlich einem großen Liebesgefühl oder Gefühl des Angenommenseins. Phasenweise hörte ich auch Musik, wohlklingende, wechselnde Harmonien.

Wiederum gleichzeitig erschien mein gesamtes Leben im Zeitraffer vor mir. Von meiner Geburt bis zum damaligen Zeitpunkt erschienen verschiedene schöne Situationen: Szenen aus meiner Kindheit, meine Hochzeit oder die Geburt der Kinder. Aber es waren auch Begebenheiten dabei, mit denen ich nicht so zufrieden war. Sie wurden einer neuen Bewertung unterzogen und erfuhren ein Gefühl des Verzeihens – sowohl von mir als auch von den an den jeweiligen Situationen beteiligten Menschen. Ich wollte nicht mehr zurück in meinen kranken Körper.

Doch diese Herrlichkeit wurde jäh beendet und plötzlich fand ich mich in meinem kranken und schmerzenden Körper im weißen Krankenhausbett wieder. Die Rückkehr war einfach schrecklich.

 

Dann endlich, im Oktober 1995, konnte die Diagnose Krebs gestellt werden, ein hochmalignes Non-Hodgkin-Lymphom im Stadium IIIB. Eine Erkrankung ähnlich einer akuten Leukämie, die unbehandelt rasch zum Tode führt. In die Universitätsklinik Mainz verlegt, begann man sofort mit der Chemotherapie, weil meine Tumore sehr sensibel auf diesen Stoff reagieren würden, wie die Ärzte mir versicherten. Tatsächlich, nach der ersten Dosis schmolzen sie wie Butter in der Pfanne.

 

Heilung:

 

Dieses Wort ist eines der Worte, welches für mich einen ganz besonderen Klang hat und in mir eine Erfurcht erzeugt, die ich bis heute fühle. Für mich ist Heilung ein Prozess, ein Weg, ein immer wieder neu zu erringender Zustand, auf dem ich einzelne Schritte gegangen bin und weiter gehen werde. Ich möchte Ihnen erzählen, in welchen Ebenen ich versuchte, meine Heilung mit dem, was mir möglich war, zu unterstützen.

Der tiefste Heilungsimpuls entstand, als das Leid am größten war und ich mich in die absolute Ganzheit fallen ließ. Es war ein inneres Loslassen, das Austreten aus meinem Körper und das Verschmelzen mit dem Licht. Dieses Licht, diese Liebe, diese grenzenlose Freiheit, dieses Gefühl, als wäre ich heimgekehrt, als wäre etwas zur Vollendung gekommen, was bisher nicht möglich gewesen war – das war unermesslich kostbar für mich und erfüllt mich auch heute wieder mit einer großen Sehnsucht.

Dieses Erlebnis wirkte in mir, ohne dass ich eine Erkenntnis über diese unglaubliche Erkenntnis hatte. Ich spürte es durch eine tiefe innere Kraft und Zuversicht. Ich verfügte über Phasen von glasklarem Bewusstsein, die mir Ideen schenkten und mich Dinge tun ließen, die ich noch nie zuvor getan hatte. Ich verfügte manchmal über einen vorher nicht gekannten Mut und war in der Lage zu sehr zielgerichtetem Handeln, obwohl meine Kräfte im Verhältnis dazu winzig klein waren. Außerdem hatte ich auch eine Heiterkeit in mir, einen liebevollen Humor, der mich zwischendurch den Wahnsinn vergessen ließ und mir schöne Momente mit meinem Mann und unseren Kindern schenkte.

 

Eine kleine Auswahl dieser Dinge erzähle ich Ihnen heute:

 

Meine Ärzte rieten mir zu einer Knochenmarktransplantation. Ihre Begründung: Würde ich die Transplantation als Ersttherapie und nicht als mögliche Option bei einem Rückfall nutzen, würden sich die Heilungschancen damit von herkömmlichen fünfzig Prozent auf ganze achtzig Prozent erhöhen. Dreißig Prozent mehr Heilungschance für den Preis, noch mal an den Rand des Todes zu gehen, dann ganz bewusst und mit vollem Risiko. Ich konnte mich lange nicht dazu durchringen, weil es mir mit der Chemotherapie, abgesehen von den Nebenwirkungen, besser ging. Ich rechnete: Würde ich es nicht machen, müsste ich vielleicht in zehn Jahren doch sterben, aber dann wären unsere Kinder schon zwölf, siebzehn und zwanzig Jahre alt. In diesem Alter kann ein Kind den Tod der Mutter begreifen. Würde ich während der Transplantation sterben, dann wären sie noch so klein und mein Leben so kurz.

Aber dreißig Prozent mehr Chance, womöglich wieder ganz gesund zu werden, waren dreißig Prozent, die es zu nutzen galt. Es war die Angst, die ich bezwingen musste. Nicht die Angst vor meinem Tod, sondern die Angst, meine Kinder als Halbwaisen und meinen Mann als Witwer zurücklassen zu müssen; außerdem die Angst, eine abgrundtiefe Angst, erneutes körperliches Leid aushalten zu müssen. Mein Maß an erduldetem Leid war für mich komplett voll. In dieser Situation kam mir mein glasklares Bewusstsein zu Hilfe und zeigte mir, dass ich es schaffen könnte, würde ich vertrauen.

 

Ich überlegte, was ist Vertrauen? Ist es so etwas wie Heilung? Hat es mehrere Schichten? Mich dem Licht anzuvertrauen, der göttlichen Urkraft alles Seins fiel mir gar nicht so schwer. Das hatte ich ja schon getan, ohne es wirklich verstanden zu haben. Mich dort sicher zu fühlen, wäre das Schönste überhaupt.

Doch da war eine innere Stimme, die mir mit großer Eindringlichkeit sagte, dass dies nicht reichen würde. Ich müsste noch etwas dazu tun. Nur was? Plötzlich wusste ich es: Ich musste in die Ärzte vertrauen. In den ganzen medizinischen Apparat, den ich ja durch meinen Beruf auch hinter den Kulissen gut kannte. Ich wusste, wie leicht etwas schief gehen kann, weil alle, die dort arbeiten, Menschen sind, die auch Fehler machen können. Ich musste vertrauen, mich genauso wie in das Licht in die Klinik hineinbegeben und mich mit ihr als Ganzes fühlen.  Ich musste mich darauf einstimmen, dass alles, was in dieser Zeit geschehen würde, für mich geschehen würde –  auch, wenn ich es ablehnte. Ich hatte genug Möglichkeiten, dies zu üben. Bei jedem Blutabnehmen ließ ich mich innerlich in die Hände des Arztes fallen, indem ich ihm meinen Arm überließ und mich vom Ort des Geschehens entfernte. Ich schwebte an die Decke, ohne mir etwas dabei zu denken. Es war mir so vertraut, dass ich erst im Rückblick die Unglaublichkeit begreife. In diesem Entferntsein empfand ich mich und den Arzt als ein Ganzes. Ich merkte schnell, wie ich so vieles besser aushalten konnte.

 

In einer weiteren Schicht baute ich das nötige Vertrauen auf durch die für mich tiefgreifende Erkenntnis, dass dieser Teil der Therapie einer Transformation entspräche, die mich umwandeln und zeitlebens verändern würde. Es war eine neue Therapie, die damals noch in den Kinderschuhen steckte. Ich war die hundertvierunddreißigste Transplantation der Uniklinik Mainz – vor einigen Jahren feierte die Klinik ihre tausendste Transplantation.

Doch ohne diese Therapie, ohne dass ich mich verwandeln ließe, würde ich nicht heil werden können. Ohne noch mal dem Tod nahe zu sein, würde ich nicht leben können. Es war damals gerade Winter, als ich die endgültige Entscheidung treffen sollte und ich spürte so eindringlich, wie nie zuvor: Jedes Jahr wird es nur Frühling, weil es einen Winter gibt. Die Natur kann nur erneut erwachen, wenn Teile von ihr absterben. Ich fühlte mich als einen Teil der Natur und so musste ein Teil von mir, mein Knochenmark, erneut absterben, damit ich im Frühling erblühen dürfte.

Ich pflanzte symbolisch Tulpenzwiebeln und fühlte mich wie eine solche. Ich verband mich mit den Knollen in der dunklen, kalten Erde, fühlte die Urkraft, die in so einer Knolle steckt, fühlte, wie sie auch in mir steckte, würde ich es nur aushalten, einfach eine Zeit in der Erde zu hocken.

 

Dann erhielt ich einen Brief von der Nachbarin meiner Eltern. Sie wollte mir Mut machen und schenkte mir eine Sufigeschichte, „Die Geschichte vom Sand“. Ich las die Geschichte und wieder war da dieses glasklare Bewusstsein. Ich erkannte: Ich bin der Bach und meine Aufgabe ist es, die Wüste zu überqueren. Und das ist die Geschichte vom Sand:

 

 

 

Die Geschichte vom Sand

 

Ein munter sprudelnder Bach erreichte die Wüste und fand, dass er sie nicht überqueren konnte; seine Wasser versickerten zu schnell in dem feinen Sand. Laut sagte er: „Es ist meine Bestimmung, diese Wüste zu überqueren, aber ich sehe nicht, wie.“

In der verhüllten Sprache der Natur antwortete die Wüste: „Der Wind geht über die Wüste hin, das ist auch dein Weg.“

„Aber sooft ich es versuche, trocknet der Sand mich fort. Und selbst wenn ich Anlauf nehme, schaffe ich nur ein kurzes Wegstück.“ 

„Der Wind stürmt nicht gegen den Sand der Wüste an.“ 

„Aber der Wind kann fliegen und ich nicht.“

„Du denkst in die falsche Richtung. Erlaube dem Wind, dich über den Sand zu tragen.“  „Aber wie soll das gehen?“  

„Geh auf den Wind!“ 

Das gefiel dem Bach gar nicht. Er fürchtete, auf diese Weise seine Individualität zu verlieren. Würde er denn dann überhaupt noch existieren?

Dies, sagte der Sand, sei eine Form der Logik, die mit der Realität nichts zu tun habe.

„Der Wind nimmt die Feuchtigkeit auf, trägt sie über die Wüste und lässt sie dort zur Erde.“

„Aber woher weiß ich, dass das auch wahr ist?“ 

„Es ist so, und du musst es glauben, sonst wird der Sand dich weiterhin aufsaugen, bis du nach ein paar Millionen Jahren ein Sumpf wirst.“ 

„Aber wenn das so ist, werde ich derselbe sein wie jetzt … drüben?“ 

„Jedenfalls kannst du nicht genau so bleiben, wie du jetzt bist. Aber du hast gar keine Wahl; das scheint dir nur so. Der Wind wird von dir nehmen, was ungreifbar ist, dein Wesen. Wenn du in den Bergen jenseits des Sandes wieder ein Bach wirst, mag wohl der Mensch dich dort anders nennen, aber du wirst wissen, dass du im innersten derselbe bist. Du magst dich heute als ein Bach dieser oder jener Art bezeichnen, doch weißt du nicht, welcher Teil von dir dein Wesen ist.“

So erhob sich der Bach in die geöffneten Arme des Windes, der ihn langsam und behutsam aufnahm, über die Wüste trug und auf den Berggipfeln eines fernen Landes sanft und sicher wieder absetzte. „Jetzt“, sagte der Bach, „weiß ich wirklich, wer ich bin.“

Eine Frage aber beschäftigte ihn noch: „Warum konnte ich das nicht selbst herausfinden? Warum hat der Sand es mir sagen müssen? Was wäre geschehen, wenn ich nicht zugehört hätte?“  Wispernd kam die Antwort – es war die Stimme eines Sandkornes: „Nur der Sand weiß; er hat es sich ereignen sehen, und er erstreckte sich vom Fluss bis in die Berge. Er ist die Verbindung und er erfüllt seine Aufgabe wie jedes Ding. Der Weg, den der Strom des Lebens auf seine Reise nimmt, ist in den Sand geschrieben.“

 

Aus: Die Sufis, Botschaften der Derwische, Weisheit der Magier, Indries Shah, Diederichs gelbe Reihe, Seite 221 unter der Rubrik: Die Allegorie der Alchimie, eine überlieferte sufische Geschichte vom großen Werk der Umwandlung.

 

Mit dieser Geschichte und dem tiefen inneren Wissen, nicht alleine zu sein, sowohl geborgen im Großen Ganzen, als auch in den vielen Gebeten, Gedanken und in der ganz tatkräftigen Hilfe meiner Familie, unserer Freunde und dem halben Ort, in dem ich lebe, rückte ich am 18. März 1996 in die Uniklinik ein. Innerlich redete ich mir gut zu: Ich erhebe mich in die geöffneten Arme des Windes und weil ich es so gelernt hatte sagte ich auch: Dein Wille geschehe. Gegenüber meinem Bett hängte ich ein Wüstenfoto und die Geschichte vom Sand auf. Einen Ausdruck gab ich der jungen Ärztin für meine Krankenakte. Ich erklärte ihr, wo sie mich finden könne, würde es mir ganz schlecht gehen. Sie war beeindruckt, hat sich aber leider nie getraut, näher nachzufragen, was ich sehr bedauerte.

Im Februar dieses Jahres bat ich darum, Einblick in meine Krankenakte zu erhalten. Ich wollte, als eine Art Abschluss, die objektive Dokumentation dieser Zeit mit meinem subjektiven Erleben vergleichen. Ernüchterung über die medizinische Sachlichkeit bei so schwerwiegenden Eingriffen überkam mich und Erstaunen darüber, dass die Geschichte vom Sand nicht in der Akte zu finden war. War sie als unwichtig aussortiert worden oder hatte sie jemand mitgenommen?

 

Die Phase der Transplantation war für mich wie ein Leben im Gefängnis und ohne meine Geschichte und meine Zuversicht wäre ich gestorben. So bitter das klingt, aber ich spüre es in dieser Eindringlichkeit auch heute noch. Es tobten Wind- und Sandstürme sechs Tage lang in meinem Zimmer, als die zehnfache Dosis an Chemotherapeutika durch mich hindurch musste, um das alte Knochenmark völlig zu zerstören. Epileptische Krämpfe, Halluzinationen, Erbrechen im Akkord und Heimweh, wie ich es noch nie zuvor erfahren hatte, rissen an mir. Ich erlebte diese Zeit in und außerhalb meines Körpers. In der Erinnerung erscheint es mir so, als wäre ich in meinen Geist geflohen. Bei der Transplantation selbst herrschte Windstille. Ich ließ alles geschehen, begrüßte das neue Knochenmark in meinem Körper und bat es, sich so schnell wie möglich auszubreiten und neue Zellen zu bilden. Richtig „auf den Wind gehen“ konnte ich erst, als ich keine Immunzellen mehr hatte, Fieber und abgrundtiefe Erschöpfung mich in den Klauen hatten, die Nahrungszufuhr nicht funktionierte und ich in diesem weißen Bett liegen und einfach nur warten musste. Warten auf den Anstieg der weißen Blutkörperchen von null auf fünfhundert.

In dieser Phase lebte ich draußen auf den Wolken, die an meinem Fenster vorbeizogen. Mal stellte ich mir vor, mit den Wolken zu verschmelzen und den Wind zu fühlen, mal klammerte ich mich in leiblicher Form an ihnen fest. Oder ich stellte mein Bett in Gedanken auf eine Wolke und bat den Wind, mich weiter zu wehen, weiter, immer weiter, bis ans Ende meiner Wüste.

Für mich ist es bedeutungsvoll, dass der Sprung meiner Zellen und damit das „Abregnen“, das „wieder zum Bach werden“, auf den Ostersonntag fiel. Ich fühlte intensiv, wie mich der Wind wieder auf die eigenen Füße gestellt hatte. Ich feierte meine Auferstehung, eingesperrt in einem Klinikhochhaus, ganz im Stillen für mich. Die Krankenhausseelsorgerin schaute zufällig bei mir vorbei und ich nahm ein Krankenhausabendmahl aus einem Minibecher in Empfang.

 

Heute, nach dreizehn Jahren, ergreift mich immer noch eine unsagbar tiefe Dankbarkeit, dass ich noch hier sein darf. Dass ich in einem Land lebe, in dem es solch eine ausgetüftelte, harte, aber eben doch heilende Medizin gibt und meine Krankenkasse so viel Geld für mich locker gemacht hat. Dass Ärzte, meine Ärzte, viele Ärzte über ihren Beruf hinaus sich als Menschen mit ihrer ganzen Kraft für solche Therapien einsetzen. Im Stillen feiere ich jeden Morgen meine Auferstehung, auch an den Tagen, wo mein Körper sehr unter den Spätfolgen der Behandlung leidet und ich ihn am liebsten ablegen möchte. Ich träume davon, dass man in Deutschland einem Arzt von seinen inneren Heilquellen erzählen darf, dass man nicht für verrückt erklärt wird, belächelt wird und in die „Psychokiste“ abgeschoben wird. Ich stelle mir vor, wie ein Arzt oder eine Krankenschwester kurz ihren Kopf senkt, die Hände vor der Brust hält, einen Moment der inneren Stille einnimmt und dann zum Beispiel den Tropf anstellt, damit die Chemotherapie ihren Weg in die Vene findet. Wie diese kurze Andacht den Patienten stärkt und sich der Arzt innerlich für einen Moment vor dessen Schicksal verneigt.

 

Heute ist meine innere Transformation an einem Punkt angelangt, an dem ich die Verzweiflung und das Ringen um Einklang mit meiner Religion, dem evangelischen Glauben, endlich ein wenig lassen kann. Jahrelang habe ich versucht, mich einzufügen, mich für meine Religion zu verbiegen, mich ihr anzupassen. Doch das, was ich erlebte, findet in dem kirchlich vorgeschriebenen Prozedere für mich keinen wirklichen Platz. Für mich bedeutet ein Gottesdienst, dass ich meine Kirche aufsuche, in der ich dieses Einssein mit der göttlichen Urkraft erleben darf, um mich zu stärken. Dieses unsagbar tiefe Gefühl entfaltet sich bei mir während der normalen Liturgie leider kaum. Ich erlebe eher ein Aufgewühlt sein durch die dort gesprochenen Texte und den schnellen und mir oft viel zu unruhigen und lauten Wechsel der „Aktionen“. Mittlerweile kann ich, um Teil meiner Gemeinschaft zu bleiben, den Gottesdienst manchmal wieder besuchen und ihn akzeptieren, weil viele Menschen ihn so, wie er ist, schön finden. Meine Verbindung zur Urquelle, die ich brauche, um mein Heilsein und meine Heilung immer wieder zu erfahren, finde ich nur in der Stille oder bei einer wirklich guten Musik.

 

So habe ich mir erlaubt, in meinem neuen So-Sein das Glaubensbekenntnis meiner Kirche in einer Fassung zu schreiben, in der ich es tatsächlich glauben kann.

 

Mein Credo

 

Ich glaube an die göttliche Urkraft allen Seins,

aus der Himmel und Erde entstanden sind

 

und daran, dass wir Menschen diese Kraft in uns tragen,

ein Teil ihrer sind und stets mit ihr in Verbindung stehen,

auf dass sie uns stärkt und sich in der Liebe offenbart.

 

Ich glaube an diese göttliche Urkraft, die hinter allen Religionen

steht und jeder ihren tieferen Sinn schenkt.

 

Ich glaube, dass alles und jeder von uns dieser Kraft entstammt

und wir im Tod zurückkehren, um mit ihr zu verschmelzen.

 

Sie ist unsere Heimat,

aus der wir kommen und in die

wir zurückkehren.

 

Amen.

 

  Peng! Hinauskatapultiert in eine andere Dimension. Als die Schmerzen unerträglich werden, verlässt Sabine Mehne ihren Körper. Plötzlich sieht sie sich von oben im Krankenbett liegen, ist eingehüllt in ein heilsames Licht und fühlt sich grenzenlos frei. Doch niemand - und sie selbst am wenigsten - versteht, was mit ihr geschehen war. Nach ihrer Genesung führt sie eine Art Doppelleben, nach außen hin versucht sie zu funktionieren, ihre Rolle als Mutter von drei Kindern zu erfüllen. Doch insgeheim sehnt sie sich zurück in das allumfassende Licht - und lernt zwischen den Welten hin- und herzuwechseln. Sabine Mehnes Bericht über ihre Nahtoderfahrungen ist eindringlich und leicht zugleich. Mit Poesie und frischem Humor nähert sie sich den existenziellen Fragen nach Leben und Tod.