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Nahtoderfahrungen

Stefan von Jankovich
Dorit Gisbert
Inge Drees
Alois Serwaty
Rita Groß-G.
Ina Rippl-R.
Sabine Mehne
Bo Katzman
Dorothea Rau-Lembke
Winfried Schenkel
Marta Brandner

 

Transzendenz-Erf.

Zurfluh-A.Monroe
Scultholp (pdf-Datei)

 

Sterbebettvisionen

 


Seelentausch

 


 

 


 

 


 

Mystische Erfahrungen, die den Nahtoderfahrungen verwandt sind:
Sterbebettvisionen

Bericht von Ricardo Ojeda-Vera
mit einem
Kommentar des Arbeitskreises Origenes

Nach meinem Medizinstudium in England, in den Jahren 1977/78 war ich Assistent des Chefarztes an einer damals bekannten Klinik am Tegernsee (Name dem Arbeitskreis bekannt). Diese Klinik hatte sich darauf spezialisiert Patienten mit Krebs in fortgeschrittenem Zustand zu behandeln. Diese Menschen sind natürlich nicht an den Tegernsee gekommen, weil die Landschaft dort so schön war, sondern weil wir durch unsere Erfahrung und  Methoden vielen Patienten noch helfen konnten. Es gab aus Sicht der Schulmedizin viele Spontanremissionen (Spontanheilungen ohne medizinische Erklärung) in unserer Klinik. Aus unserer Sicht waren es natürlich keine unerklärliche Heilungen, sondern wir hatten unsere eigenen Methoden und Erfahrungen eine Apopthose (programmierter Zelltod)  von Tumorzellen einzuleiten. Wir hatten viele Patienten aus der ganzen Welt in der Klinik behandelt.

Ich war als Assistent des Chefarztes für den koordinierten Ablauf der angeordneten Therapien verantwortlich. Es war eine sehr harte Arbeit, obwohl wir personell gut ausgestattet waren. Die Stressbelastung war enorm. Viele Patienten kamen zu uns in einem sehr schlimmen Zustand und brauchten sehr intensive medizinische Betreuung.

Privat wohnte ich in einem Appartement eines kleinen Haus in Rottach-Egern an der Weißach, das mir von der Klinik bereitgestellt wurde.

An einem Abend, nach der Arbeit in der Klinik, setzte ich mich an den Schreibtisch und schrieb einen Brief an meine Mutter in Caracas, natürlich in meiner Muttersprache Spanisch. Ich schrieb ihr von der Belastung der Arbeit, meiner Stimmungslage in diesem bis dahin fremden Land, und  beschrieb ihr die Landschaft um den Tegernsee.

Am Tag danach war wie immer Visite, an jenem Tag zusammen mit dem Chefarzt. Ich hatte ihn durch alle Stationen zu begleiten, weil ich - wie gesagt - für die Koordination der Therapien verantwortlich war. Auf den Stationen kamen die jeweiligen Stationsärzte und die leitenden Krankenschwestern hinzu. So gingen wir an diesem Tag wie immer von Bett zu Bett und von Zimmer zu Zimmer.

In einem der Zimmer lag eine Frau, an deren Namen ich mich heute nach fast dreißig Jahren nicht mehr erinnern kann. Sie litt an einem  Mamakarzinom mit Lungen, Leber und Knochenmetastasen. Wie immer stellte nur der Chefarzt die Fragen an die Patientin. Ich selbst sprach nicht mit ihr. Überhaupt hatte ich mit ihr seit ihrer Aufnahme wenig  gesprochen.

Wir lasen gerade die Berichte und Laborwerte, als sie sich unvermittelt zu mir wandte und sagte: „Es war ein wunderschöner Brief, den sie gestern Abend geschrieben haben“. Zunächst verstand ich gar nicht was sie damit sagen wollte, erinnerte mich aber dann an den Brief an meine Mutter. Alle Anwesenden haben ihre Worte auch gehört und schauten mich überrascht an. Mir war diese Bemerkung sehr peinlich gewesen, denn die Ärzte und Krankenschwestern hätten denken können, ich zeigte meine privaten Briefe der Patientin. Ich fragte sie, was sie damit meinte und sie antwortete: „ Ja, den Brief den sie gestern ihrer Mutter geschrieben haben". Meine Frage, wie sie denn davon wissen könne beantwortete sie nur dadurch, dass sie es eben ganz genau wisse. Ich wollte das Gespräch nicht vor den anderen fortsetzten und bedeutete ihr, ich käme nach der Visite noch einmal vorbei. Von einem Kollegen wurde ich danach noch angesprochen, was das denn für eine Geschichte mit dem Brief sei. Ich wusste es ja selbst nicht.

Etwa zwei Stunden später, nach der Visite, ging ich nochmals zu ihr mit der Frage, was sie denn vorher mit dem Brief gemeint hätte. Ihre Antwort war, dass sie aus dem Brief spüre, wie sehr ich meine Mutter möge und sie beschrieb mir detailgenau den Inhalt des Briefes. Auf meine erneute und immer dringendere Frage wie sie davon wissen könne, antwortete sie, sie hätte mich von oben, etwa von der Decke aus beobachtet. Ich hätte den Brief an einem Schreibtisch geschrieben und einen grünen Bademantel angehabt. Ob sie denn Spanisch könne, war meine nächste Frage. Sie sagte nein, gab aber den Inhalt des Briefes nochmals richtig wieder. Sie beschrieb mir meinen Kugelschreiber, die Anordnung der Papiere, den Schreibblock genau so, wie es tatsächlich auf meinem Schreibtisch aussah. Sie beschrieb mir sogar den römischen Stil meines Schreibtischstuhles und meine Kleidung richtig.

 „Wie soll denn das möglich sein?“ war meine fast schon verzweifelte Frage. „Ich weiß es selber nicht, so was habe ich auch noch nie erlebt.“ war ihre Antwort. Ich konnte mir keinen Reim auf diese seltsame Geschichte machen und beendete schließlich das Gespräch.

Die Frau ist drei Tage später gestorben.

Warum sie mich „ausgesucht“ hatte ist mir nicht erklärlich. Alle bisherigen Gespräche mit ihr hatten sich nur auf wenige Worte beschränkt. Vielleicht hatte sie zu mir eine emotionale Bindung aufgebaut - das könnte sein. Von meiner Seite aus war das nicht der Fall, jedenfalls nicht vor dem Gespräch. Sie war eine Patientin von vielen gewesen. Es ist auch in Kliniken unüblich engere Bindungen an Patienten zuzulassen, weil man leicht in Gefahr kommt mitzuleiden und dabei seine Objektivität und Handlungsfähigkeit zu verlieren.

Mich hat diese Begebenheit später immer wieder beschäftigt, habe aber bis vor einem Jahr mit niemand darüber gesprochen. Mit Menschen im Endstadium hatte ich schon andere seltsame Erlebnisse gehabt. Ich konnte diesen Begebenheiten aber nicht weiter nachgehen, weil mein Lebensthema die Onkologie war, die mich damals vollständig ausfüllte. Die Erfahrung mit dieser Frau war das Beeindruckendste  was ich erlebt hatte.  

 Ricardo Ojeda-Vera  2007

 

Kommentar des Arbeitskreises Origenes
von Claus Speer

Naturgemäß sind wir bei Sterbebettvisionen auf glaubhafte Zeugnisse  von Personen angewiesen, die in der Nähe waren, solange der Sterbende sich noch mitteilen konnte. Während die Literatur über Nahtoderfahrungen recht zahlreich geworden ist, ist die zu Sterbebettvisionen dagegen spärlich. Der vorliegende Bericht von Ojeda-Vera ist eine Out-of-Body-Erfahrung (OBE) einer  krebskranken Frau im Endstadium. Bei Nahtoderfahrungen kommen OBE´s recht häufig vor. Die meisten berichten von Ereignissen in der räumlichen Nähe des Körpers, jedenfalls sofern  Vorgänge beschrieben werden, die sich auf irdische und damit nachprüfbare Vorgänge beziehen. Auch beim  bekannten Fall Pam Reynolds blieb ihre OBE im Bereich des Operationssaales, desgleichen bei Alois Serwaty. Dies veranlasst  manchen Forscher zum voreiligen Schluss  OBE´s seien nur Erinnerungstäuschungen des Gehirnes, wie zuletzt ein Artikel im Fachjournal Science (Bd. 317, S. 1048, S. 1096, 2007) glauben machen will.

Die Frau im Bericht von Dr. Ricardo Ojeda-Vera wusste von Dingen, die sie auf konservativ erklärbarem Weg nicht wissen konnte und im Rahmen des heutigen in der Naturwissenschaft herrschenden naturalistischen Weltbildes nicht mehr (weg)erklärt werden kann. 

Viele Menschen spüren dass wir vor einem Umbruch des naturwissenschaftlichen Weltbildes stehen. Als Galilei die Monde des Jupiter beobachtete, läutete dies die Kopernikanische Wende ein. Die dem "gesunden" Menschenverstand widersprechende Feststellung der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit durch Michelson bedeutete das Ende des Newtonschen Weltbildes von der  Absolutheit von Raum und Zeit. Der nun anstehende Umbruch wird den herrschenden Naturalismus durch ein Weltbild ablösen, das man in der Geschichte vielleicht "Spiritualismus" nennen wird.